Hausstauballergie-Studie »LAVAS«

Für die Studie »LAVAS« suchen wir Patientinnen und Patienten mit Hausstauballergie

Eckdaten der Studie

Für eine klinische suchen wir Menschen mit Hausstauballergie.

Ziel der Studie: 

Testung eines neuen Medikaments zur Behandlung von Patienten/Patientinnen mit einer Hausstauballergie. Untersucht werden soll die Sicherheit, Verträglichkeit und Wirksamkeit des neuen Medikaments. 

Wer kann teilnehmen?

Männer und Frauen zwischen 18 und 65 Jahren mit einer symptomatischen Hausstauballergie, Nichtraucher/-innen oder Raucher/-innen, die nicht mehr als 10 Zigaretten pro Tag konsumieren. 

Prüfmedikament: 

Neues Medikament, das über einen Zeitraum von 12 Wochen einmal wöchentlich intradermal (= in die Haut) verabreicht wird. Die Studie ist Placebo-kontrolliert. 

Welche Untersuchungen werden durchgeführt? 

  • Hautpricktest, Lungenfunktionsprüfungen, EKG, Blutentnahmen, Fragebögen
  • Zweimaliger viertstündiger Aufenthalt im Hausstaubraum
  • Gabe des Prüfmedikaments

Zeitaufwand:

Insgesamt ca. 19 ambulante Termine im Fraunhofer ITEM über einen Zeitraum von ca. 1,5 Jahren:

  • 2 Termine zur Überprüfung der Studieneignung, davon ein ganztägiger Termin mit 4-stündigem Aufenthalt in unserem Hausstaubraum
  • 12 Termine mit der wöchentlichen Gabe des Studienmedikaments (intradermal = in die Haut), davon der erste Termin mit einer Übernachtung im Fraunhofer-Institut
  • 3 weitere Termine innerhalb des Untersuchungszeitraums
  • 2 Termine zur Nachbeobachtung 

Da es sich um recht viele Termine handelt, setzt die Teilnahme eine gewisse zeitliche Flexibilität voraus. 

Aufwandsentschädigung: 

6.256€

 

Proband werden für die Studie »LAVAS«: Bewerben Sie sich jetzt!

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Hausstauballergie – das Wichtigste auf einen Blick

Hausstauballergie ist eine der häufigsten Allergieformen
© Fraunhofer ITEM
Die Hausstauballergie zählt neben der Pollenallergie zu den häufigsten Allergie-Formen. Die Symptome sind dabei ähnlich wie die einer Erkältung oder bei Heuschnupfen.

Typische Symptome einer Hausstauballergie

Die Hausstauballergie zählt neben der Pollenallergie und der Tierhaarallergie zu den häufigsten Allergie-Formen. Die Symptome sind dabei ähnlich wie die einer Erkältung oder bei Heuschnupfen. Betroffene haben häufig das ganze Jahr über mit Beschwerden wie einer verstopften Nase, Niesen oder tränenden Augen zu kämpfen. Je nach Stärkegrad fühlen sich Hausstauballergiker zudem schlapp und müde.

Angeschwollene Augenlider, tränende und juckende Augen gehören zu den typischen Symptomen. Auch asthmatische Beschwerden wie Kurzatmigkeit, Kopf- und Halsschmerzen sowie Hustenreiz sind keine Seltenheit. In den Nachtstunden nehmen die Beschwerden häufig zu. Somit ist auch die Schlafqualität der Betroffenen in vielen Fällen beeinträchtigt.

Die häufigsten Therapieformen

Zwar ist eine Hausstauballergie im Allgemeinen nicht heilbar, kann jedoch mittlerweile gut therapiert werden, sodass Betroffene wieder zu ihrer alten Lebensqualität zurückfinden. Bei einer optimalen Behandlung wird der Allergiker in seinem Wohlbefinden kaum mehr eingeschränkt. In den meisten Fällen empfiehlt sich eine auf mehreren Säulen aufbauende Behandlung. Hierzu gehören neben einer medikamentösen Therapie auch die Hyposensibilisierung sowie eine eigenverantwortliche Bett- und Raumhygiene.

Bett- und Raumhygiene

Wichtigste Maßnahme zur Reduzierung der Beschwerden ist das Vermeiden der auslösenden Substanz. Hierfür muss den Hausstaubmilben die Nahrungsgrundlage (z. B. Hautschuppen) entzogen werden. Sterben die Milben, gibt es weniger Milbenkot, der die allergischen Reaktionen hervorruft.

Eine umfassende Betthygiene ist unerlässlich. Hierzu gehören das gründliche Lüften der Betten, das Reinigen und Absaugen der Matratzen, milbendichte Matratzenbezüge, waschbare Kopfkissen und Bettdecken sowie die chemische Behandlung von Matratzen mit Milbenspray.

Daneben trägt auch eine regelmäßige Raumhygiene zur Linderung der Beschwerden bei. Dazu zählen häufiges Lüften aller Zimmer, regelmäßiges Wischen der Böden und Flächen sowie die regelmäßige Reinigung von Teppichen und Polstern mit einem Staubsauger mit Mikrofilter.

Hyposensibilisierung

Eine weitere effektive Therapieform zur Behandlung einer Hausstauballergie ist die Hyposensibilisierung. Bei dieser Gewöhnungskur wird Hausstauballergikern das Allergen in einer sehr geringen Konzentration verabreicht.

Über einen bestimmten Zeitraum hinweg findet dann eine wöchentliche Dosissteigerung statt. Ziel der Therapie ist, dass sich der Körper an das Allergen gewöhnt und dieses mit der Zeit immer besser toleriert.

Medikamentöse Therapie

Um Hausstauballergikern das Leben zu erleichtern, kommen häufig auch Medikamente zum Einsatz. Diese können jedoch müde machen und sollten nicht beim Autofahren oder beim Führen von Maschinen angewendet werden.

Auch Nasentropfen und schleimhautabschwellende Mittel gehören zu den frei verkäuflichen Medikamenten zur Behandlung von Hausstauballergie.

Allergieforschung und Therapie-Entwicklung am Fraunhofer ITEM

Die optimale Behandlungsform bei Hausstauballergie entwickelt der Arzt und stimmt diese auf die individuellen Bedürfnisse des Patienten ab. Aus diesem Grund führt das Fraunhofer Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin Arzneimittelforschung und klinische Studien mit Schwerpunkt Hausstauballergie durch.

Die Spezialisten des ITEM untersuchen ständig neue Medikamente mit dem Ziel, die Beschwerden von Patienten mit Hausstauballergie zu reduzieren und Allergikern zu mehr Lebensqualität zu verhelfen. Mit der Teilnahme an jeder Studie tragen Probanden zur Entwicklung erfolgreicher und sicherer Therapien gegen Hausstauballergie bei. Betroffene profitieren dabei von einer gründlichen Untersuchung und Überwachung sowie einer intensiven Betreuung durch spezialisierte Mediziner. So erhalten sie Zugang zu neuen Medikamenten und Behandlungsmethoden, die zuvor gründlichst im Labor geprüft wurden.