Hausstauballergie-Studie »LAVAS«

Für die Studie »LAVAS« suchen wir Patientinnen und Patienten mit Hausstauballergie

Eckdaten der Studie

Für eine klinische Studie ab Sommer 2019 suchen wir Menschen mit Hausstauballergie.

Ein detaillierter Studiensteckbrief steht noch nicht zur Verfügung, eine Anmeldung zur Voruntersuchung ist aber bereits jetzt möglich! 

Wer kann teilnehmen?

Männer und Frauen zwischen 18 und 65 Jahren mit einer symptomatischen Hausstauballergie.

Zeitaufwand:

Voraussichtlich 18 Termine, davon 2 ganztägige Aufenthalte in unserem Hausstaubraum (ca. 4 Stunden), in dem die Allergie provoziert wird. Alle Termine finden im Fraunhofer ITEM in Hannover statt. 

Die Studie startet im Sommer 2019 und wird voraussichtlich bis Frühjahr 2020 laufen. Den Zeitpunkt des Einstiegs in die Studie können wir nach Ihrem persönlichen Zeitplan richten.

Da es sich um recht viele Termine handelt, setzt die Teilnahme eine gewisse zeitliche Flexibilität voraus. 

Aufwandsentschädigung: 

Sie erhalten eine ausführliche medizinische Untersuchung und eine angemessene finanzielle Aufwandsentschädigung (die Aufwandsentschädigung wird voraussichtlich 4.000 bis 5.000€ betragen, die Genehmigung der genauen Summe steht aber noch aus). 

Bewerben Sie sich gerne schon jetzt für die Studie »LAVAS«. Sollte sich nach der Voruntersuchung herausstellen, dass Sie nicht geeignet sind für »LAVAS«, hinterlegen wir Sie in unserer Datenbank und können Sie für die nächste Studie, in die ihr Gesundheitsprofil passt, berücksichtigen! 

Proband werden für die Studie »LAVAS«: Bewerben Sie sich jetzt!

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Wie sind Sie auf uns aufmerksam geworden?

Hausstauballergie – das Wichtigste auf einen Blick

Hausstauballergie ist eine der häufigsten Allergieformen
© Fraunhofer ITEM

Die Hausstauballergie zählt neben der Pollenallergie zu den häufigsten Allergie-Formen. Die Symptome sind dabei ähnlich wie die einer Erkältung oder bei Heuschnupfen.

Typische Symptome einer Hausstauballergie

Die Hausstauballergie zählt neben der Pollenallergie und der Tierhaarallergie zu den häufigsten Allergie-Formen. Die Symptome sind dabei ähnlich wie die einer Erkältung oder bei Heuschnupfen. Betroffene haben häufig das ganze Jahr über mit Beschwerden wie einer verstopften Nase, Niesen oder tränenden Augen zu kämpfen. Je nach Stärkegrad fühlen sich Hausstauballergiker zudem schlapp und müde.

Angeschwollene Augenlider, tränende und juckende Augen gehören zu den typischen Symptomen. Auch asthmatische Beschwerden wie Kurzatmigkeit, Kopf- und Halsschmerzen sowie Hustenreiz sind keine Seltenheit. In den Nachtstunden nehmen die Beschwerden häufig zu. Somit ist auch die Schlafqualität der Betroffenen in vielen Fällen beeinträchtigt.

Die häufigsten Therapieformen

Zwar ist eine Hausstauballergie im Allgemeinen nicht heilbar, kann jedoch mittlerweile gut therapiert werden, sodass Betroffene wieder zu ihrer alten Lebensqualität zurückfinden. Bei einer optimalen Behandlung wird der Allergiker in seinem Wohlbefinden kaum mehr eingeschränkt. In den meisten Fällen empfiehlt sich eine auf mehreren Säulen aufbauende Behandlung. Hierzu gehören neben einer medikamentösen Therapie auch die Hyposensibilisierung sowie eine eigenverantwortliche Bett- und Raumhygiene.

Bett- und Raumhygiene

Wichtigste Maßnahme zur Reduzierung der Beschwerden ist das Vermeiden der auslösenden Substanz. Hierfür muss den Hausstaubmilben die Nahrungsgrundlage (z. B. Hautschuppen) entzogen werden. Sterben die Milben, gibt es weniger Milbenkot, der die allergischen Reaktionen hervorruft.

Eine umfassende Betthygiene ist unerlässlich. Hierzu gehören das gründliche Lüften der Betten, das Reinigen und Absaugen der Matratzen, milbendichte Matratzenbezüge, waschbare Kopfkissen und Bettdecken sowie die chemische Behandlung von Matratzen mit Milbenspray.

Daneben trägt auch eine regelmäßige Raumhygiene zur Linderung der Beschwerden bei. Dazu zählen häufiges Lüften aller Zimmer, regelmäßiges Wischen der Böden und Flächen sowie die regelmäßige Reinigung von Teppichen und Polstern mit einem Staubsauger mit Mikrofilter.

Hyposensibilisierung

Eine weitere effektive Therapieform zur Behandlung einer Hausstauballergie ist die Hyposensibilisierung. Bei dieser Gewöhnungskur wird Hausstauballergikern das Allergen in einer sehr geringen Konzentration verabreicht.

Über einen bestimmten Zeitraum hinweg findet dann eine wöchentliche Dosissteigerung statt. Ziel der Therapie ist, dass sich der Körper an das Allergen gewöhnt und dieses mit der Zeit immer besser toleriert.

Medikamentöse Therapie

Um Hausstauballergikern das Leben zu erleichtern, kommen häufig auch Medikamente zum Einsatz. Diese können jedoch müde machen und sollten nicht beim Autofahren oder beim Führen von Maschinen angewendet werden.

Auch Nasentropfen und schleimhautabschwellende Mittel gehören zu den frei verkäuflichen Medikamenten zur Behandlung von Hausstauballergie.

Allergieforschung und Therapie-Entwicklung am Fraunhofer ITEM

Die optimale Behandlungsform bei Hausstauballergie entwickelt der Arzt und stimmt diese auf die individuellen Bedürfnisse des Patienten ab. Aus diesem Grund führt das Fraunhofer Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin Arzneimittelforschung und klinische Studien mit Schwerpunkt Hausstauballergie durch.

Die Spezialisten des ITEM untersuchen ständig neue Medikamente mit dem Ziel, die Beschwerden von Patienten mit Hausstauballergie zu reduzieren und Allergikern zu mehr Lebensqualität zu verhelfen. Mit der Teilnahme an jeder Studie tragen Probanden zur Entwicklung erfolgreicher und sicherer Therapien gegen Hausstauballergie bei. Betroffene profitieren dabei von einer gründlichen Untersuchung und Überwachung sowie einer intensiven Betreuung durch spezialisierte Mediziner. So erhalten sie Zugang zu neuen Medikamenten und Behandlungsmethoden, die zuvor gründlichst im Labor geprüft wurden.